19.08.2026

PM ForstBW: Dürrefolgen im Schlater Wald

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Vertrocknete Tannen müssen gefällt werden – Umbau zu klimaresistentem Mischwald läuft auf Hochtouren

Schlat, 19. August 2026 – Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Monate hinterlässt tiefe Spuren im Schlater Wald. Besonders die Tannen leiden massiv unter dem akuten Wassermangel. Viele Bäume, die bereits durch die extremen Dürrejahre der vergangenen Jahrzehnte stark geschwächt und vorgeschädigt waren, sterben nun endgültig ab. ForstBW muss reagieren: In den kommenden Wochen werden die betroffenen, bereits rot verfärbten Nadelbäume gefällt.

Schadbilder aus dem Freiburger Stadtwald

Chronischer Wassermangel bricht Widerstandskraft
„Es ist aktuell einfach zu trocken für die Tanne“, erklärt die zuständige Forstbezirksleitung. Die Niederschläge der letzten Jahre reichten bei Weitem nicht aus, um die tiefen Bodenschichten nachhaltig zu sättigen. Tannen mit Vorschäden aus früheren Hitzeperioden können sich gegen diese langanhaltende Dürre nicht mehr wehren. Das unübersehbare Zeichen des Absterbens ist die rötliche Verfärbung der Kronen. Um die Verkehrssicherheit an den Waldwegen zu gewährleisten und Platz für Neues zu schaffen, ist die Fällung dieser „roten“ Tannen unumgänglich.

Die Zukunft im Blick: Der Wald von morgen
Auch wenn der Verlust der alten Tannen das Waldbild kurzfristig verändert, verfolgt die Forstwirtschaft im Schlater Wald ein klares, zukunftsorientiertes Ziel: die gezielte Entwicklung hin zu einem artenreichen und strukturreichen Mischwald.

Reine Nadelwälder oder nadelholzdominierte Bestände haben im Klimawandel keine Überlebenschance. Auf den entstehenden Lichtungen wird daher konsequent auf Vielfalt gesetzt. Durch eine Kombination aus natürlicher Verjüngung und der gezielten Pflanzung von tiefwurzelnden, wärmeliebenden Baumarten entsteht ein widerstandsfähiges Ökosystem. Dieser strukturreiche Mischwald der Zukunft kann extreme Wetterereignisse und Trockenphasen deutlich besser abfedern als die bisherigen Bestände.

ForstBW bittet Waldbesucher um Verständnis für die anstehenden Waldarbeiten und die temporären Wegesperrungen während der Fällungen.

Über ForstBW :  

Die Anstalt öffentlichen Rechts Forst Baden-Württemberg (ForstBW) arbeitet seit dem 01.01.2020 als eigenständiges Unternehmen. ForstBW trägt die Verantwortung für die Bewirtschaftung von über 310.000 ha Staatswald - das entspricht einem Viertel der Waldfläche Baden-Württembergs- und ist damit der größte Forstbetrieb des Landes. ForstBW setzt sich zum Ziel ökologisch vorbildlich, sozial ausgewogen und ökonomisch erfolgreich zu arbeiten. Im Sinne des Waldes und der Menschen bildet das Prinzip der Nachhaltigkeit die Grundlage unserer Tätigkeit. Dazu tragen landesweit ca. 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung des Staatswaldes durch Forst Baden-Württemberg, AöR ist FSC® C120870 und PEFC zertifiziert. Seit dem 01. Oktober 2020 trägt ForstBW zudem das Gemeinwohl Ökonomie Zertifikat. Für das Jahr 2024 wurde ForstBW mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

 

Kontakt: ForstBW - Forstrevier Schlat     0173-6683752

schurwald@forstbw.de                           www.forstbw.de