Bericht zur Gemeinderatssitzung am 23. Februar 2026
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Bericht zur Gemeinderatssitzung am 23.02.2026
Folgenden Punkte wurden im Bürgersaal vom Gemeinderat behandelt.
Haushaltsplanung 2026 – Erlass der Haushaltssatzung
Beratung und Beschlussfassung
Bürgermeisterin Gansloser verwies auf die Einbringung des Haushalts in der vergangenen Sitzung und die angespannte finanzielle Lage der Gemeinden.
Frau Schleicher-Frey stellte den überarbeiteten Haushaltsentwurf vor. Gegenüber der bisherigen Planung wurden auf Antrag aus der Mitte des Gemeinderats geringfügige Anpassungen vorgenommen, insbesondere durch eine Änderungsliste sowie Korrekturen im Planungszeitraum sind diese ersichtlich.
Für das Jahr 2026 sind Investitionen von rund 2,6 Mio. Euro vorgesehen. Insgesamt umfasst das Investitionsprogramm bis 2029 ein Volumen von rund 22,4 Mio. Euro. Schwerpunkte liegen insbesondere im Bereich der Kinderbetreuung sowie in der Entwicklung von Wohnbau- und Gewerbebauflächen. Weitere Maßnahmen betreffen unter anderem die Sanierung des Rathauses und die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs.
Die Finanzierung erfolgt überwiegend über Grundstückserlöse und Fördermittel. Dennoch bleibt die finanzielle Lage angespannt; die Liquidität wird in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen und die Verschuldung entsprechend ansteigen.
Der Haushaltsplan soll zeitnah beim Landratsamt zur Genehmigung eingereicht werden. Bis dahin gilt die vorläufige Haushaltsführung.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2026 einschließlich Stellenplan und Finanzplanung 2027 bis 2029.
Forsteinrichtungserneuerung für den Gemeindewald Schlat – Vorstellung durch das Forstamt - Beratung und Beschlussfassung
Bürgermeisterin Gansloser begrüßte Herrn Schwarz vom Forstamt, der die Forsteinrichtung für den Gemeindewald vorstellte. Diese wird turnusmäßig alle zehn Jahre erstellt und bildet die Grundlage für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.
Der Gemeindewald umfasst derzeit rund 33,8 Hektar und ist überwiegend durch Laubholz geprägt, insbesondere durch Buchenbestände. Neben der Holznutzung erfüllt der Wald wichtige Funktionen für Klima-, Natur- und Erholungsschutz.
Für die kommenden Jahre ist unter anderem vorgesehen, die Baumartenvielfalt weiter zu stärken und bestehende Bestände nachhaltig zu entwickeln. Zudem wurde das sogenannte Alt- und Totholzkonzept vorgestellt, das dem Erhalt ökologisch wertvoller Strukturen im Wald dient.
Aus der Mitte des Gremiums wurde angemerkt, dass in Zukunft bei der Auswahl der Baumart im Sinne der Landwirtschaft gehandelt werden soll und damit bei Setzung von Kirschenbäumen die Standorte mit Bedacht ausgewählt werden sollten.
Im Gremium wurden verschiedene Aspekte der Waldbewirtschaftung sowie mögliche ökologische Maßnahmen beraten. Das Alt- und Totholzkonzept soll in einer der nächsten Sitzungen nochmals vertieft behandelt werden.
Der Gemeinderat stimmte der Forsteinrichtungserneuerung zu. Zudem wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt, weitere Informationen zum Alt- und Totholzkonzept einzuholen.
Aufnahmen in die Städtebauförderung 2026 – Weitere Vorgehensweise
Information
Bürgermeisterin Gansloser informierte, dass die Gemeinde Schlat in die Städtebauförderung des Landes aufgenommen wurde. Für das Jahr 2026 wurden erste Fördermittel zur Entwicklung des Ortskerns bewilligt; weitere Mittel können im Verlauf des Verfahrens beantragt werden.
Im nächsten Schritt sind zusätzliche Bürgerbeteiligungsformate sowie vertiefte Planungen vorgesehen. Ziel ist es, noch vor der Sommerpause den Satzungsbeschluss für das Sanierungsgebiet zu fassen und anschließend mit der Umsetzung der Maßnahmen zu beginnen.
Zur Begleitung des Projekts liegt ein Angebot der LBBW vor. Es sollen zunächst Vergleichsangebote eingeholt und anschließend über die Vergabe entschieden werden.
Die Förderung deckt einen Großteil der anstehenden Maßnahmen ab. Zudem besteht die Möglichkeit, bereits angefallene Planungskosten teilweise über Fördermittel zu refinanzieren.
Abschluss der Spendenaktion zur Gründung der Gemeinde Stiftung - Bekanntgabe der erreichten Spendensumme und Besprechung der weiteren Vorgehensweise
Bürgermeisterin Gansloser berichtete über den erfolgreichen Abschluss der Spendenaktion zur Gründung einer Gemeindestiftung. Die angestrebte Spendensumme konnte erreicht werden, sodass die eingegangenen Mittel nun in die Stiftung eingebracht werden können.
Sie betonte, dass der Erfolg insbesondere der breiten Unterstützung aus der Bürgerschaft und der Vereine zu verdanken ist. Die Stiftung soll künftig der Förderung gemeinnütziger Projekte in der Gemeinde dienen.
Als nächste Schritte stehen die formale Gründung sowie die Ausarbeitung der Stiftungssatzung an. Die Verwaltung wird hierzu die erforderlichen rechtlichen und organisatorischen Schritte einleiten.
Bekanntgaben und Verschiedenes
Seitens der Verwaltung wurden keine Bekanntgaben gemacht. Auch aus dem Gemeinderat wurden keine Anfragen gestellt.
Bürgermeisterin Gansloser bedankte sich bei allen Anwesenden und schloss die öffentliche Sitzung.