Gewaltprävention und Selbstverteidigung in der Grundschule
21. Januar 2026
Am Freitag, dem 16.01.26, war Frank Scholz von der Polizei mit den Klassen ½ und ¾ in der Sporthalle und führte mit den Kindern ein Gewaltpräventions- und Selbstverteidigungstraining durch. Zuerst lernten die Kinder in einer praktischen Übung, wie man sich freundlich begrüßen kann und wie es sich anfühlt, wenn das Gegenüber einen dabei nicht ansieht. Er forderte die Kinder dazu auf, aufeinander zuzugehen, eine Gemeinschaft zu bilden, statt sich gegenseitig auszuschließen. In einer weiteren Übung lernten sie, wie sie reagieren können, wenn sie sich provoziert fühlen. Sie erkannten, dass 70% der Kommunikation über Körpersprache abläuft und wie verschiedene Körperhaltungen auf andere wirken.
Mit Hilfe der Lichter einer Verkehrsampel verdeutlichte Herr Scholz den Kindern die Eskalationsstufen der Bedrohung. Beim grünen Licht ging es darum, aufmerksam zu sein, eine mögliche Gefahr zu erkennen und ihr aus dem Weg zu gehen. Das Gelblicht signalisierte eine unvermeidbare Gefahrensituation, in der es auf Selbstbehauptung und selbstbewusstes Auftreten ankommt. Die rote Ampelfarbe symbolisierte die absolute Bedrohung, in der das Einnehmen der Schutzhaltung angebracht ist. In verschiedenen spielerischen Übungen durften die Kinder die drei Stufen und die damit verbundenen Verhaltensweisen ausprobieren. Unter anderem sollten die Kinder mehrfach in unterschiedlichen Lautstärken „Stopp!“ sagen und die Wirkung testen.
Die Kinder lernten auch, wie sie sich verhalten sollten, wenn sie von Unbekannten verfolgt werden und wie sie sich Hilfe holen können. Herr Scholz ermunterte die Kinder, auf dem Schulweg aufmerksam zu sein und Vertrauten zu erzählen, wenn ihnen etwas Unangenehmes oder Bedrohliches widerfahren ist. Er appellierte an die Kinder, sich in solchen Situationen keinesfalls zu verstecken, sondern sich Erwachsenen anzuvertrauen.
Zum Schluss durften die Kinder Herrn Scholz noch ans gut gepolsterte Schienbein treten, um sich gegen einen Angriff zu wehren. Sie lernten auch, sich aus einem Klammergriff zu entwinden und sich selbstbewusst verbal zu wehren.
Das Training war ein großer Gewinn für unsere Schülerinnen und Schüler. Damit das Gelernte in Erinnerung bleibt, versorgte Herr Scholz die Kinder noch mit einem Merkblatt, auf dem er die wichtigsten Punkte zusammengefasst hatte.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Elternkasse, die 2/3 der Kosten getragen hat.
U. Allmendinger