05.05.2026

Glasfaserausbau – Deutsche Glasfaser erteilt Absage für Schlat

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Liebe Schlaterinnen und Schlater,

über viele Jahre hinweg hat sich die Gemeinden Schlat intensiv für einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch die Deutsche Glasfaser eingesetzt. Die erforderlichen Vorvermarktungsquoten wurden bereits 2023 erreicht. Nach langen Verzögerungen wurde uns wiederholt signalisiert, dass der Ausbau bevorsteht – für Schlat mit konkreten Vorbereitungen und mit einem Baustart im Jahr 2026 zu rechnen sei.

Umso größer ist unser Unverständnis darüber, dass die Deutsche Glasfaser der Gemeinde Schlat nun mitgeteilt hat, dass unsere Gemeinde nach aktuellem Stand nicht mehr in der Ausbauplanung bis Ende 2027 berücksichtigt ist. Diese Mitteilung trifft uns nicht völlig überraschend, da die Berichterstattung und Rückmeldungen aus anderen Kommunen bereits in diese Richtung gedeutet haben. Dennoch haben wir insbesondere vor dem Hintergrund, dass in Heiningen bereits Infrastruktur geschaffen wurde, dort sogenannte PoP-Standorte gesetzt wurden und nach bisherigem Stand weiterhin auch eine Spülbohrung und eine Backbone über Eschenbach nach Schlat vorgesehen ist, um unser Gemeindegebiet über Eschenbach und Heiningen mit anzubinden.

Diese Entwicklung ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar.

Die Gemeindeverwaltung hat diese Absage mit großem Unmut zur Kenntnis genommen. Nach allem, was uns über Jahre hinweg zugesichert, vorbereitet und in Aussicht gestellt wurde, ist diese Entscheidung aus unserer Sicht nicht akzeptabel. Sie stellt die Gemeinde, aber vor allem auch viele Bürgerinnen und Bürger, die im Vertrauen auf einen Ausbau Verträge abgeschlossen haben, vor eine völlig neue Situation.

Was bedeutet das nun?

Wir müssen die Ausgangslage nun neu ordnen und sämtliche Optionen erneut prüfen, wie eine zukunftsfähige Glasfasererschließung für Schlat dennoch erreicht werden kann. Dazu gehören insbesondere:

weitere Gespräche mit Deutsche Glasfaser mit dem Ziel, die Entscheidung nochmals zu hinterfragen und eine Neubewertung zu erreichen, die Prüfung alternativer Ausbaupartner oder anderer eigenwirtschaftlicher Modelle, die erneute Bewertung möglicher Förderkulissen, sowie die grundsätzliche strategische Neuaufstellung, wie wir das Thema Breitbandversorgung für unsere Gemeinde weiterverfolgen.

Dies bedeutet leider auch: Wir müssen zunächst neu ansetzen, obwohl wir glaubten, bereits deutlich weiter zu sein.

Wie geht es weiter? 

Gemeinsam mit dem Zweckverband Gigabit, dem Landkreis Göppingen und weiteren Ansprechpartnern werden wir nun kurzfristig das weitere Vorgehen beraten. Wir werden alle Möglichkeiten ausloten, um für Schlat eine tragfähige Lösung zu finden.

Uns ist bewusst, dass viele Bürgerinnen und Bürger mit dieser Entwicklung enttäuscht sind. Diese Enttäuschung teilen wir ausdrücklich.

Gerade deshalb war es uns wichtig, Sie frühzeitig und offen über den aktuellen Stand zu informieren. Sobald belastbare Erkenntnisse darüber vorliegen, in welche Richtung es weitergehen kann, werden wir Sie unmittelbar informieren.

Auch wenn wir aktuell wieder einen Schritt zurückgeworfen wurden, werden wir das Thema nicht auf sich beruhen lassen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur bleibt ein zentrales Zukunftsthema für unsere Gemeinde.