Endgültige Absage des Unternehmens „Deutsche Glasfaser“ zum eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Schlat
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Liebe Schlaterinnen und Schlater,
bereits im Frühjahr hatten wir Sie darüber informiert, dass die Deutsche Glasfaser einen Ausbau unserer Gemeinde bis 2027 und darüber hinaus zunächst nicht vorgesehen hatte. Zu diesem Zeitpunkt bestand jedoch noch die Zusage, dass Schlat in den Folgejahren an das Glasfasernetz angeschlossen werden sollte.
Unabhängig davon haben wir uns als Gemeinde Schlat gemeinsam mit der Gemeinde Eschenbach das Ziel gesetzt, unsere Gemeinden so schnell wie möglich mit Glasfaser zu versorgen. Deshalb haben wir uns frühzeitig auf die Suche nach alternativen Möglichkeiten gemacht, um den Glasfaserausbau voranzubringen.
Die bislang erarbeiteten Lösungsszenarien werden in der Gemeinderatssitzung im November vorgestellt. Im Anschluss daran sollen die weiteren Schritte im Gremium beraten und abgestimmt werden.
Nun liegt eine endgültige Absage vor
In der vergangenen Woche wurden wir erneut über eine Änderung der Ausbauplanung der Deutschen Glasfaser informiert. Das Unternehmen hat nun endgültig mitgeteilt, dass kein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau in der Gemeinde Schlat erfolgen wird.
Aufgrund der bisherigen Entwicklungen hatten wir diese Möglichkeit bereits in Betracht gezogen, sodass uns die Entscheidung nicht unvorbereitet trifft. Dennoch bedeutet die endgültige Absage einen weiteren Rückschlag für den Glasfaserausbau in unserer Gemeinde.
Was bedeutet das für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger?
Nach Auskunft der Deutschen Glasfaser werden die bereits geschlossenen Verträge nicht umgesetzt. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden vom Unternehmen hierzu gesondert informiert.
Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand besteht für Sie kein weiterer Handlungsbedarf. Eine eigenständige Kündigung der Verträge ist nicht erforderlich, da diese durch die Deutsche Glasfaser einseitig gekündigt beziehungsweise aufgehoben werden.
Wir bleiben am Thema dran
Auch wenn die aktuelle Entscheidung einen Rückschlag darstellt, halten wir an unserem Ziel fest, Schlat schnellstmöglich mit Glasfaser zu versorgen. Gemeinsam mit der Gemeinde Eschenbach werden wir die erarbeiteten Alternativen weiterverfolgen und die nächsten Schritte sorgfältig prüfen.
Über die weiteren Entwicklungen sowie neue Ideen und Möglichkeiten werden wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten und frühzeitig informieren.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.
Karin Gansloser
Bürgermeisterin
Stellungnahme Deutsche Glasfaser:
Deutsche Glasfaser zieht sich aus dem Glasfaserprojekt Schlat zurück.
Vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hat Deutsche Glasfaser die Umsetzung des Glasfaserausbaus in Schlat vertiefend geprüft. Diese erneute Analyse hat ergeben, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau unter den aktuellen Voraussetzungen nicht darstellbar ist.
Die zu erwartenden Kosten übersteigen die ursprüngliche Kalkulationsgrundlage deutlich. Bereits im Vorfeld jedes Projekts führt Deutsche Glasfaser eine umfangreiche Analyse der technischen Machbarkeit sowie der Wirtschaftlichkeit durch.
Zentrale Bestandteile sind dabei eine vorgelagerte Nachfragebündelung zur Ermittlung des lokalen Interesses sowie Maßnahmen zur genauen Baukostenkalkulation, etwa durch Befahrungen mit Mobile Mapping-Fahrzeugen.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Prüfung der Kostenstruktur unter Berücksichtigung von Preisentwicklung, Materialverfügbarkeit und Baukapazitäten.
„Deutsche Glasfaser sieht zum aktuellen Zeitpunkt keine Möglichkeit, den Netzausbau in Schlat eigenwirtschaftlich umzusetzen“, sagt Anja Genetsch, Abteilungsleiterin kommunale Kooperationen bei Deutsche Glasfaser.
Interessenten, die einen Auftrag bei Deutsche Glasfaser eingereicht haben, erhalten eine Information über den Rückzug aus dem Projekt. Den Kunden entstehen keinerlei Verpflichtungen gegenüber Deutsche Glasfaser.