Bericht zur Gemeinderatssitzung am 21. September 2026
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
Bericht zur Gemeinderatssitzung am 21.09.2026
Folgenden Punkte wurden im Bürgersaal vom Gemeinderat behandelt.
JAMP Prozess – Einführung einer Jugendbeteiligung in Schlat
In der Gemeinderatssitzung wurde das Konzept JAMP („Jugendarbeit mit Profil“) als Möglichkeit für eine aktive Jugendbeteiligung in Schlat vorgestellt. Das vom Kreisjugendamt Göppingen in Kooperation mit dem Kreisjugendring entwickelte Konzept zielt darauf ab, Jugendliche stärker in kommunale Themen einzubeziehen, ihre Wünsche und Ideen aufzunehmen und gemeinsam konkrete Projekte zu entwickeln.
Dadurch sollen Jugendliche die Möglichkeit erhalten, ihre Gemeinde aktiv mitzugestalten und ihre Perspektiven in örtliche Entscheidungen einzubringen. Gerade bei Themen wie Spielplätzen, Schulwegen oder Freizeitangeboten können die Erfahrungen und Ideen junger Menschen wertvolle Impulse geben. Der Kreisjugendring und das Kreisjugendamt unterstützen unter anderem bei der Moderation, der Organisation und der Auswahl geeigneter Beteiligungsmethoden.
Im Rahmen der Vorstellung wurde auch auf die gesetzliche Verpflichtung der Gemeinde zur Beteiligung von Jugendlichen hingewiesen. Die Kosten für die Durchführung werden auf rund 5 Euro je jugendlichem Einwohner geschätzt.
Als erster Schritt ist eine offen gestaltete Veranstaltung für Jugendliche in Schlat geplant. Je nach den Ergebnissen und dem weiteren Interesse könnte daraus künftig ein regelmäßiger, Austausch entstehen, beispielsweise halbjährlich oder jährlich. Auch themenbezogene Arbeitsgruppen sind denkbar.
Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, eine erste offene Veranstaltung im Rahmen des Jugendbeteiligungsprozesses in Zusammenarbeit mit „JAMP“ zu initiieren.
Vergabe Gesamtlos – Straßenunterhaltungsarbeiten im Gemeindegebiet
Im Gemeinderat wurden die anstehenden Straßenunterhaltungsarbeiten beraten. Vorgesehen sind unter anderem Arbeiten an Schachtabdeckungen, die abgesenkt werden müssen, die Anpassung von Einlaufschächten an das bestehende Straßenniveau sowie verschiedene Asphaltarbeiten.
Hierfür wurde ein Leistungsverzeichnis erstellt und auf dieser Grundlage Angebote von Fachfirmen eingeholt. Das wirtschaftlichste Angebot wurde von der Firma Georg Moll Tief- + Straßenbau GmbH & Co. KG abgegeben.
Im Rahmen der Beratung im Gemeinderat wurde jedoch entschieden, einzelne Positionen zunächst aus der Beauftragung herauszunehmen. Dies betrifft insbesondere verschiedene Asphaltarbeiten, unter anderem im Weilerbachweg. Dort ist davon auszugehen, dass nicht nur die Asphaltdeckschicht erneuert werden muss, sondern zusätzlich Arbeiten am Straßenunterbau erforderlich sind. Diese Maßnahmen sollen daher in einem gesonderten Los detaillierter ausgeschrieben und hierfür nochmals Angebote eingeholt werden.
Darüber hinaus wurden drei Stellen in der Hauptstraße, an denen Einlaufschächte an das Straßenniveau angepasst werden sollten, zunächst aus der Beauftragung herausgenommen.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Gesamtlos der Straßenunterhaltungsarbeiten – unter Herausnahme der Asphaltarbeiten sowie der drei genannten Stellen in der Hauptstraße – an die Firma Georg Moll Tief- + Straßenbau GmbH & Co. KG zu vergeben. Voraussetzung hierfür ist, dass die im Angebot genannten Pauschalpreise trotz der Herausnahme einzelner Positionen in ihrer bisherigen Höhe bestehen bleiben.
Absauganlage für die Feuerwehr
Im Feuerwehrgerätehaus ist bereits eine Absauganlage für die Abgase der Einsatzfahrzeuge vorhanden. Die bisherige Lösung besteht jedoch aus am Boden liegenden Schläuchen bzw. Anlagenteilen mit einer Höhe von etwa 15 Zentimetern. Diese stellen insbesondere im Bereich der Fahrzeughalle eine Stolpergefahr dar und wurden auch von der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) beanstandet.
Die bestehende Anlage soll daher technisch angepasst werden. Vorgesehen ist ein Schienensystem an der Decke, an dem die Absaugeinheit geführt wird. Diese wird mit dem Auspuff des Einsatzfahrzeugs verbunden, bewegt sich beim Ausfahren des Fahrzeugs mit und koppelt sich anschließend automatisch ab. Dadurch sollen die bisher am Boden liegenden Anlagenteile entfallen.
Im Gemeinderat wurde auch erörtert, ob die Investition angesichts der bestehenden Anlage erforderlich und verhältnismäßig ist. Seitens der Verwaltung wurde hierzu insbesondere auf die Beanstandung durch die UKBW sowie darauf hingewiesen, dass eine an der Decke geführte Anlage eine dauerhaft saubere und sichere Lösung darstellt.
Für die Maßnahme wurden zwei Angebote eingeholt. Das Angebot der Firma LORCHER Klimatechnik GmbH & Co.KG erwies sich unter Berücksichtigung der tatsächlich benötigten Komponenten als wirtschaftlicher. Der im Angebot enthaltene Kolbenkompressor wird nicht benötigt, da bei der Feuerwehr bereits ein geeigneter Kompressor vorhanden ist, an den die Anlage angeschlossen werden kann. Auch der Wandkonsolensatz und der Filterregler werden nicht beauftragt.
Der Gemeinderat beschloss mit fünf Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen, die Firma LORCHER Klimatechnik GmbH & Co.KG mit der Lieferung und Montage der Absauganlage zu beauftragen. Die nicht benötigten Positionen für Kolbenkompressor, Wandkonsolensatz und Filterregler werden aus dem Auftrag herausgenommen. Der Auftragswert beträgt damit 17.593,68 Euro brutto.
Antrag auf Genehmigung einer Bodenauffüllung auf Flst. Nr. 224/19
Der Gemeinderat befasste sich mit dem Antrag auf Bodenauffüllung auf dem Flurstück 224/19 im Außenbereich (Gewann Töbele). Vorgesehen ist die Aufbringung von Teichsediment, das im Rahmen der Pflege des Unteren Lochteichs anfällt. Für das zur Auffüllung vorgesehene Teichsediment liegt ein Bodengutachten vor; die darin untersuchten maßgeblichen Werte werden eingehalten.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Gewässerpflege und soll zur Verbesserung der natürlichen Bodenfunktion beitragen. Aus Sicht der Verwaltung bestehen gegen die geplante Bodenauffüllung keine erheblichen Bedenken hinsichtlich öffentlicher Belange. Die abschließende fachliche Prüfung erfolgt durch das Landratsamt.
Der Gemeinderat erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zur beantragten Bodenauffüllung auf dem Flurstück 224/19.
Ausstattung des Sitzungssaals mit Smart-TV/Whiteboard
Im Gemeinderat wurde über die zukünftige Ausstattung des Sitzungssaals beraten. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, darunter ein großer interaktiver Touch-Bildschirm, ein zusätzliches Display zur Darstellung derselben Inhalte sowie ein mobiler Hochleistungsbeamer.
Insbesondere eine interaktive Lösung bietet neben einer besseren Bildqualität vielfältige Einsatzmöglichkeiten. So könnte die Ausstattung nicht nur für Gemeinderatssitzungen, sondern beispielsweise auch für Klausurtagungen, Bürgerveranstaltungen oder gemeinsame Online-Teilnahmen genutzt werden. Auch eine Nutzung durch die Feuerwehr wäre möglich. Ein herkömmlicher Beamer wurde aufgrund der geringeren Auflösung und der eingeschränkteren Einsatzmöglichkeiten als weniger vielseitig eingeschätzt.
Aufgrund der Anschaffungskosten in Relation zum zu erwartenden Nutzen soll vorerst auf die Beschaffung eines neuen Geräts verzichtet werden; durch die Ausstattung der Gemeinderäte mit Tablets habe sich der Bedarf zugleich reduziert.
Bekanntgaben und Verschiedenes
- Stromliefervertrag für 2027 -2030 der EnBW ODR AG
Die Verwaltung informierte den Gemeinderat über den Abschluss des Stromliefervertrags für die Jahre 2027 bis 2030. Der Vertrag wurde mit dem bisherigen Lieferanten zu den gleichen Konditionen wie bereits im Jahr 2024 abgeschlossen.
Durch die gleichbleibenden Konditionen erhält die Gemeinde für die kommenden Jahre eine verlässliche Kalkulationsgrundlage und mehr Planungssicherheit bei den Energiekosten. Ein Wechsel des Anbieters hätte zwar kurzfristig Einsparungen ermöglichen können, wäre jedoch mit einer höheren Unsicherheit bei der weiteren Preisentwicklung verbunden gewesen.
- SpeechMind
Die Verwaltung informierte darüber, dass die KI-gestützte Protokollerstellung für Gemeinderatssitzungen zunächst testweise erprobt wurde und sich im Einsatz bewährt hat. Das System wurde inzwischen dauerhaft beauftragt und soll künftig die Erstellung der Sitzungsprotokolle unterstützen.
Die Verarbeitung erfolgt unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben.